Die Balance zwischen Betriebskosten und Kundenzufriedenheit zu finden, ist schwieriger denn je.
Im heutigen Automobil-Ersatzteilmarkt stehen die Hersteller vor einer wachsenden Herausforderung. Die Verwaltung von Tausenden von Artikeln mit unvorhersehbaren Nachfragemustern ist zunehmend komplexer geworden, insbesondere wenn man unter erheblichem Kosten- und Ressourcendruck steht. Das Ergebnis ist oft ein heikles Gleichgewicht zwischen Betriebskosten und Kundenzufriedenheit. Zu hohe Lagerbestände binden wertvolles Kapital, während zu niedrige Lagerbestände das Risiko von Kundenunzufriedenheit und Umsatzeinbußen bergen.
Die Hersteller von Ersatzteilen müssen diese Komplexität bewältigen und gleichzeitig die richtigen Teile zum richtigen Zeitpunkt liefern. Ohne vorausschauende Planung und Transparenz wird die Bestandsplanung zu einem Ratespiel, das zu Überbeständen an veralteten Teilen und kritischen Engpässen bei stark nachgefragten Artikeln führen kann.
Chaos auf dem Gebrauchtmarkt führt zu überfüllten Lagerbeständen
Eine der drängendsten Herausforderungen im Ersatzteilmarkt ist die durch unregelmäßige Nachfrage verursachte Lagerüberbestände. Ein Komponentenhersteller könnte Ersatzteile für ein demnächst auslaufendes Verbrennungsmotorenmodell auf Lager haben. Ohne präzise Bedarfsprognosen bleiben diese Teile – auch als „Lagerware“ bekannt – ungenutzt in Lagerhallen liegen und verbrauchen Platz und Kapital.
Unverkaufte Lagerbestände binden nicht nur finanzielle Ressourcen, sondern verursachen auch laufende Lagerkosten. Gleichzeitig kann es vorkommen, dass stark nachgefragte Artikel dann nicht verfügbar sind, wenn Kunden sie benötigen. Dies beeinträchtigt die Servicequalität und schädigt die Beziehungen zu Händlern, Reparaturwerkstätten und Endkunden.
Fehlbestände haben mehrere Konsequenzen für Hersteller von Ersatzteilen:
- Verringerte Cashflow-Effizienz aufgrund von Kapital, das in veralteten oder sich langsam drehenden Teilen gebunden ist
- Erhöhte Lagerkosten durch die Lagerung von Ladenhütern
- Geringere Kundenzufriedenheit bei fehlenden Ersatzteilen
- Herausforderungen bei der Aufrechterhaltung eines optimalen Sicherheitsbestands über Tausende von Artikeln hinweg
Wichtige Leistungsindikatoren wie die Verfügbarkeit von Ersatzteilen, der Lagerbestand in Prozent des Umsatzes, der Bestand an Ladenhütern und die Kundenzufriedenheitswerte werden direkt von diesen Herausforderungen beeinflusst.
Warum traditionelle Planungssysteme versagen
Die meisten Hersteller von Ersatzteilen verlassen sich auf veraltete Planungssysteme, die der Komplexität moderner Ersatzteilmarktprozesse nicht gewachsen sind. Tausende von Artikelnummern, gepaart mit unregelmäßiger Nachfrage und durch den Produktlebenszyklus bedingten Änderungen, überfordern die herkömmlichen Werkzeuge. Prognosen, die ausschließlich auf historischen Verkaufszahlen basieren, können weder plötzliche Nachfragespitzen noch die Auswirkungen der Einstellung der Produktion bestimmter Komponenten vorhersagen.
Ohne adaptive, KI-gestützte Systeme sind Planer gezwungen, Artikel in großen Mengen vorrätig zu halten, um Engpässe zu vermeiden, oder riskieren, dass schnelllebige Teile nicht verfügbar sind. Beide Ergebnisse beeinträchtigen die betriebliche Effizienz und die Kundenzufriedenheit.






