Vom Aufgabenmanagement zur intelligenten Ressourcen-Orchestrierung: Die Evolution des Lagerbetriebs

Blog

Vom Aufgabenmanagement zur intelligenten Ressourcen-Orchestrierung: Die Evolution des Lagerbetriebs

Die Lagerhalle war noch nie so komplex. Da der E-Commerce die Nachfrageschwankungen vorantreibt, der Arbeitskräftemangel die Betriebsabläufe belastet und die Kundenerwartungen neue Höchstwerte erreichen, stoßen herkömmliche Lagerverwaltungsansätze an ihre Grenzen. Das herkömmliche Aufgabenmanagement basiert auf manuellen, stapelgesteuerten Prozessen und isolierten Systemen, die zu Verzögerungen, Ineffizienzen und widersprüchlichen Prioritäten führen. Wenn man sich bei der Planung und Verwaltung auf die Fachkompetenz des Lagerleiters oder Aufgabenplaners verlässt, ist die Gefahr von Fehlern und Verzögerungen groß. Das Arbeiten mit veralteten Informationen und das Reagieren auf Störungen mindert die Produktivität und untergräbt die Leistung. Heute erleben wir einen grundlegenden Wandel vom reaktiven Aufgabenmanagement hin zu einer proaktiven, intelligenten Ressourcen-Orchestrierung.  Lagerhäuser, die über eine integrierte Aufgabenverwaltung in Echtzeit verfügen, werden den Standard für eine hervorragende Lieferkette setzen. 

Die Grenzen des traditionellen Aufgabenmanagements

Jahrzehntelang haben sich Lagerverwaltungssysteme auf das verlassen, was wir „gelenkte Arbeit“ nennen – ein unkomplizierter Ansatz, bei dem das System den Arbeitern Schritt für Schritt genau sagt, was sie tun sollen. Ein Kommissionierer erhält eine Anweisung: „Gehen Sie zu Gang 7, Lagerplatz B-22, und holen Sie 5 Einheiten der SKU 456.“ Einfach, klar und für seine Zeit effektiv.

Doch das traditionelle Aufgabenmanagement arbeitet isoliert. Empfangsteams optimieren ihre eigenen Arbeitsabläufe, Kommissionierteams verfolgen ihre Kennzahlen und Versandteams konzentrieren sich auf ihre Ziele.  Während jeder Bereich Optimierungen durchführt, um seine eigenen Ziele zu erreichen, wird das Gesamtbild der Ziele des Lagers leicht aus den Augen verloren. 

Das Ergebnis? Mehrere separate Ressourcenprognosen, die Lagerteams manuell zusammenfügen müssen. Wenn es zu Störungen kommt – etwa zu Geräteausfällen, Mitarbeiterausfällen oder plötzlichen Prioritätsänderungen – zwingen diese starren Systeme die Manager dazu, zu reagieren. Sie verschieben ungeplante Arbeiten oft auf die nächste Schicht, machen Überstunden oder belasten die Geräte zusätzlich.

Die Entstehung einer intelligenten Ressourcen-Orchestrierung

Die intelligente Orchestrierung von Ressourcen stellt einen Paradigmenwechsel dar. Anstatt Aufgaben isoliert zu verwalten, wird das gesamte Lager als vernetztes Ökosystem betrachtet, in dem jede Ressourcenentscheidung die Gesamtleistung beeinflusst. Dieser Ansatz nutzt KI, maschinelles Lernen (ML) und Echtzeitdaten, um einen sogenannten „Tugendkreis des Ressourcenmanagements“ zu schaffen.
Vor jeder Schicht überprüft das System die verfügbaren Ressourcen und weist Aufgaben zu. Darüber hinaus werden tägliche Briefings mit Analysen und Empfehlungen bereitgestellt. Während der Schicht erhalten die Managementteams Benachrichtigungen darüber, ob der Ressourcenplan in Echtzeit angepasst werden muss. Nach der Schicht liefert die Lösung Empfehlungen für die nächste Schicht und informiert die Führung über verfehlte KPIs. Die ML-Algorithmen nutzen diese Daten, um zukünftige Aufgaben- und Ressourcenzuweisungen kontinuierlich zu verbessern.
 

Komponente wird geladen...

Komponente wird geladen...

Komponente wird geladen...