Mix-and-Match-Prognosen: Ein strategischer Ansatz für präzise Lieferkettenprognosen

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Mix-and-Match-Prognosen: Ein strategischer Ansatz für präzise Lieferkettenprognosen

Die Prognose in Lieferketten ist bekanntermaßen komplex und wird, wie Vorhersagen naturgemäß, niemals genau sein. Eine Einheitslösung gibt es nicht, da kein einzelnes Modell über alle Produkte, Standorte und Zeithorizonte hinweg durchgängig die besten Ergebnisse liefert. Manche Modelle eignen sich hervorragend für den Umgang mit Saisonalität, andere kommen besser mit verrauschten Daten zurecht, und fortgeschrittene Deep-Learning-Modelle decken nichtlineare Muster auf – allerdings nur, wenn die Daten robust sind. Wie können Unternehmen also das richtige Modell auswählen, ohne endlose manuelle Anpassungen vornehmen zu müssen? Die Antwort liegt in einer Kombination verschiedener Prognosemethoden.

Das Konzept verstehen

Die Mix-and-Match-Prognose ermöglicht es Planern, die Modellauswahl anzupassen und sie in einigen Fällen zu automatisieren, indem sie mehrere Algorithmen auswerten und den jeweils besten Algorithmus jedem Prognoselauf/Zyklus zuweisen. Man kann es sich wie den Aufbau eines Meisterschaftsteams vorstellen: Verschiedene Spieler bringen unterschiedliche Stärken mit, und die richtige Kombination führt zum Sieg. Ähnlich verhält es sich mit Mix-and-Match: Hier steht eine Sammlung speziell entwickelter Modelle zur Verfügung, mit denen Sie je nach Geschäftsprioritäten und Zeithorizont das am besten geeignete Modell auswählen können. 

Warum und wie die Kombination funktioniert

Die Bedeutung präziser Prognosen war noch nie so groß. Durch die Beschleunigung von künstlicher Intelligenz (KI) und maschinellem Lernen (ML) wird der Einsatz eines ungeeigneten Modells schnell zu einer mangelhaften Prognosegenauigkeit führen; eine mangelhafte Prognose kann zu Lagerengpässen, falsch abgestimmter Kapazitätsplanung und unzufriedenen Kunden führen. Mix and Match begegnet diesem Problem durch die Automatisierung der Modellevaluierung, die Reduzierung des Arbeitsaufwands der Planer und die Verbesserung der Genauigkeit – ohne dass dafür spezielle Kenntnisse im Bereich Data Science erforderlich sind. 

Im Kern nutzt Mix and Match eine intelligente, allgegenwärtige semantische Netzwerkarchitektur. Hier werden die Prognosekonfiguration – Eingaben, Ausgaben und Prognosehorizonte – sowie die Kernbewertungen der Modelle anhand von KPIs wie dem mittleren quadratischen Fehler (MSE) definiert. Für jeden Durchlauf wird pro Knoten und Planungshorizont ein Modell verwendet. Bei nachfolgenden Prognoseläufen können die Modelle dann neu bewertet und je nach sich ändernden Datenbedingungen anders ausgewählt werden. 

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Ein Portfolio von Modellen

Mix and Match nutzt eine Vielzahl von Modellen, darunter unter anderem:

  • Levandowski (Statistik): Stark für Saisonalität, aber empfindlich gegenüber plötzlichen Trendwechseln.
  • GAM (Generalisiertes Additives Modell): Ideal zur Einbeziehung kausaler Faktoren wie Werbeaktionen und Feiertage.
  • Deep ML / Meta Learning: Erkennt verborgene nichtlineare Muster – vorausgesetzt, die Datenqualität ist hoch. Zusätzliche Optionen wie Temporal Fusion Transformers (TFT) und AVS Graves verbessern die kurzfristige Reaktionsfähigkeit. 

 

Die Kombination verschiedener Prognosemethoden bietet mehrere strategische Vorteile. Es gewährleistet adaptive Genauigkeit, indem es für jeden Knoten und jeden Planungshorizont das am besten geeignete Modell auswählt, während die Automatisierung die Notwendigkeit eines manuellen Modellwechsels beseitigt. Die integrierte Transparenz sorgt für Erklärbarkeit und fördert so das Vertrauen in den Prozess. Dieser Ansatz ist hochgradig skalierbar, unterstützt Komplexität auf Unternehmensebene und bietet Flexibilität durch die Möglichkeit der Integration kundenspezifischer Machine-Learning-Modelle im Rahmen einer „Bring Your Own Model“-Strategie.

Zu berücksichtigende Einschränkungen

Die Kombination verschiedener Elemente ist zwar leistungsstark, hat aber auch ihre Grenzen. Bei jedem Prognoselauf wird ein Modell pro Knoten verwendet (keine Mischung innerhalb des Laufs), tiefe Modelle benötigen umfangreiche Daten, und GAM erfordert einige Merkmalsentwicklung. Darüber hinaus gibt es bei bestimmten Modellen, wie zum Beispiel dem Levandowski-Modell, zeitliche Beschränkungen. 

Bewährte Verfahren für Implementierung und Skalierung

Beginnen Sie mit einem Kernmodellsatz, segmentieren Sie nach geschäftlichen Anwendungsfällen (kurzfristig vs. langfristig) und investieren Sie in saubere Kausaldaten wie Werbeaktionen und Preisgestaltung, die typischerweise aus externen Systemen in Ihrem Technologie-Stack stammen. Achten Sie darauf, Anomalien zu kennzeichnen und die KPIs detailliert zu überwachen, um kontinuierliche Verbesserungen zu erzielen. Es ist ein Weg und es braucht Zeit, um ein Meister zu werden. 

Fazit

Mix-and-Match-Prognosen sind mehr als nur ein Schlagwort im Bereich der KI – sie sind eine praktische, skalierbare Lösung zur Verbesserung der Genauigkeit der Lieferkette. Durch die Automatisierung der Modellauswahl und die Nutzung sowohl kategorischer als auch numerischer Elemente können Unternehmen Prognosen an den betrieblichen Erfordernissen ausrichten, den Aufwand für die Planer reduzieren und messbare Ergebnisse erzielen. In einem Markt voller hochtrabender KI-Versprechen hebt sich dieser Ansatz durch seine Glaubwürdigkeit und Wirkung deutlich von der Masse ab.

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