Blue Yonder befragt jedes Jahr Hunderte von hochrangigen Fachkräften im Bereich Supply Chain Management, um die Stimmung in der Branche zu erfassen. Der Supply Chain Compass 2026 stützte sich auf 678 Interviews aus den Bereichen Einzelhandel, Fertigung und Logistik, allesamt von Unternehmen mit einem Jahresumsatz von über 500 Millionen US-Dollar. Die diesjährigen Ergebnisse gehören zu den aufschlussreichsten, die wir je gesehen haben, und hier ist, worauf Führungskräfte in der Lieferkette unserer Meinung nach besonderes Augenmerk legen sollten.
1. Das Vertrauen sinkt, aber nicht gleichmäßig.
Der allgemeine Optimismus unter den Verantwortlichen in der Lieferkette hat sich seit dem letzten Jahr verschlechtert: 34 % geben nun an, dass ihre Lieferkette nicht für die Zukunft gerüstet ist, gegenüber 27 % im Jahr 2025. Im gleichen Zeitraum sank auch das Vertrauen in die Krisenvorsorge um 7 Punkte. Doch diese Zahlen erzählen nur einen Teil der Geschichte.
Die Erkenntnis, zu der wir immer wieder zurückkehrten, war die zugrundeliegende Polarisierung. Sechsundvierzig Prozent der Befragten bewerteten ihren Optimismus auf einer Fünf-Punkte-Skala mit +4 oder +5; diese Gruppe nennen die Forscher „Die Optimisten“. Die übrigen 54 % waren deutlich zurückhaltender, darunter 10 %, die aktiv pessimistisch waren. Die Kluft zwischen ihnen reicht tiefer als nur die Gefühle.




