Argumente für eine vollständig synchronisierte Lieferkette in der indischen Automobilindustrie

Argumente für eine vollständig synchronisierte Lieferkette in der indischen Automobilindustrie

Nach mehreren Quartalen mit verhaltener Leistung erholte sich die indische Automobilindustrie mit einem rekordverdächtigen Oktober. Die Nachfrage in der Weihnachtszeit, die Senkung der Mehrwertsteuer und die verbesserte Verbraucherstimmung führten zu mehr Kundenbesuchen bei den Autohändlern. Der positive Trend setzte sich auch in den Ergebnissen fort, wobei Bajaj, Mahindra und TVS starke Gewinne meldeten.

Die Dynamik beschränkte sich nicht auf die Erstausrüster. Indiens Automobilzulieferindustrie verzeichnete im vergangenen Geschäftsjahr ein starkes Wachstum mit einem Umsatz von über 80,2 Milliarden US-Dollar, unterstützt durch inländische Produktionsinitiativen wie „Atmanirbhar Bharat“ und produktionsbezogene Anreizprogramme (PLI). Gleichzeitig vollzieht sich auch im Aftermarket ein Umdenken, da die Einführung von Elektrofahrzeugen immer schneller voranschreitet – allein der Aftermarket für Elektrofahrzeuge soll bis 2033 ein Volumen von 14,3 Millionen US-Dollar erreichen.

Während Unternehmen Schritte in Richtung der Einführung von Industrie 4.0 unternehmen und die lokale Fertigungskapazität die Aussichten verbessert hat, behindern nach wie vor mehrere strukturelle Herausforderungen die Fähigkeit des Automobil-Ökosystems, effizient zu skalieren.

Welche Herausforderungen bremsen die Automobilindustrie aus?

Unterbrechungen der Lieferkette

Rohstoffknappheit, geopolitische Instabilität und Zolldruck belasten die Betriebsabläufe weiterhin. TVS Motors wies kürzlich auf die Knappheit an Seltenen Erden hin, die trotz starker Nachfrage die Lagerbestände an Elektrofahrzeugen auf unter 25 Tage gedrückt hat. Für Komponentenhersteller hat der neu eingeführte 8%ige Zoll der USA den Druck auf exportabhängige Zulieferer verstärkt.

Gemischte Nachfragesignale

Die Automobilhersteller stehen vor einem komplexen Balanceakt zwischen batterieelektrischen Fahrzeugen (BEVs), Hybridfahrzeugen (HEVs) und Verbrennerfahrzeugen (ICE). Trotz des wachsenden Interesses an Elektrofahrzeugen bevorzugen laut Deloitte immer noch 54 % der indischen Käufer Verbrenner. Diese Aufspaltung hat die Bedarfsprognose zunehmend erschwert, was zu Produktionsverzögerungen, Fehlbeständen und höheren Planungskosten geführt hat.

Fragmentierte Systeme und mangelnde Transparenz

Die meisten OEMs und Zulieferer verlassen sich immer noch auf voneinander getrennte ERP-, WMS- und TMS-Systeme. Das Fehlen einer einheitlichen Sichtweise auf Beschaffung, Produktion, Lagerhaltung und Transport führt zu Ineffizienzen und längeren Reaktionszeiten. Ein Bericht von NITI Aayog stuft diese Lücken als wesentliche Hindernisse für die Effektivität der Lieferkette ein. 

 

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