Industrieunternehmen stehen aufgrund globaler Störungen, Materialengpässen und steigender Kosten vor beispiellosen Herausforderungen. Um diesen komplexen Fragestellungen zu begegnen, veranstaltete Blue Yonder am 12. März 2026 im Microsoft Innovation Hub in Chicago das Industrial Connect Event. Das kostenlose halbtägige Treffen brachte Branchenführer von Organisationen wie Border States, SiteOne, Novolex und Wesco zusammen, um praxisnahe Erkenntnisse zum Aufbau widerstandsfähiger, nachhaltiger und reaktionsschneller Lieferketten auszutauschen.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie Unternehmen den Übergang von traditionellen, isolierten Arbeitsabläufen zu einheitlichen, datengesteuerten Netzwerken schaffen können. Die Teilnehmer diskutierten anhand von realen Anwendungsfällen, wie durchgängige KI- und kognitive Lösungsfähigkeiten die Betriebsabläufe verändern. Von der Bewältigung komplexer Lagerimplementierungen bis hin zur Verfolgung der gesamten CO2-Emissionen boten die Veranstaltungen einen klaren Leitfaden für Unternehmen, die ihre Lieferkettenleistung in einem sich wandelnden globalen Markt optimieren wollen.
Steigerung der Lagereffizienz bei Border States durch kognitive Lösungen
Als sechstgrößtes Elektrizitätsverteilungsunternehmen und zu 100 % im Besitz der Mitarbeiter befindliches Unternehmen teilte Border States seinen ambitionierten Weg hin zu einem von Cognitive Solutions verwalteten Lagerökosystem. Sie bauen derzeit ein mehrstufiges Vertriebsnetz auf, das die Kundenbedürfnisse mit einem intelligenten, unidirektionalen Warenfluss erfüllen soll und Ausnahmen nahtlos handhabt.
Ihr unmittelbarer Meilenstein ist die Inbetriebnahme eines großen Systems in Fargo, Minnesota, im April 2026, bei dem 25.000 verschiedene Artikel verwaltet werden müssen. Anschließend wird die Einführung auf Phoenix, Chantilly Bay und weitere große Filialstandorte ausgeweitet. Das Unternehmen hob seine technologische Entwicklung hervor: vom Übergang von manuellen Tabellenkalkulationen zu einem standardisierten Lagerverwaltungssystem und schließlich zu Blue Yonder Cognitive Solutions Warehouse Management, das KI-gesteuerte Agenten nutzt.
Beherrschung des Veränderungsmanagements und der Werttransformation während der Technologieeinführung
Die Technologie verändert sich rasant, und Unternehmen müssen bereit sein, neue Lösungen einzuführen oder zu testen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Technologie allein kann jedoch nicht zum Erfolg führen, wenn sie nicht richtig ausgerichtet und angewendet wird. In einer anschließenden Podiumsdiskussion wurden die Realitäten der Transformation der Lieferkette eingehend beleuchtet. Dabei wurde betont, dass das Veränderungsmanagement die entscheidende Brücke zwischen Vision und Umsetzung darstellt.
Zu den wichtigsten Strategien, die während der Podiumsdiskussion und der Sitzungen zur Wertschöpfung vorgestellt wurden, gehörten:
- Die Schaffung einer eigenen Change-Management-Gruppe, um die Akzeptanz bei den Nutzern zu steigern, indem den Mitarbeitern die „sieben Warum“-Fragen klar beantwortet werden.
- Einen externen Analysten hinzuzuziehen, der die richtigen Fragen stellt und die internen Stakeholder effektiv zusammenbringt.
- Entwicklung einer wertorientierten Roadmap, die Geschäftsprioritäten mit technologischen Möglichkeiten in Einklang bringt.
- Entwicklung eines überzeugenden Business Case für Initiativen durch sorgfältiges Abwägen der Opportunitätskosten und des erwarteten Return on Investment.
Orchestrierung der vernetzten Lieferkette
Moderne Lieferketten können nicht mehr erfolgreich innerhalb ihrer eigenen vier Wände funktionieren. Die Sitzungen des Blue Yonder Networks zeigten, wie Unternehmen die Transparenz und Zusammenarbeit in ihrer Lieferkette weit über ihre internen Netzwerke hinaus ausdehnen müssen. Durch die Integration globaler Risikodaten können Unternehmen Störungsmeldungen schnell und direkt in Transaktionsabläufe einfließen lassen.
Globale Transparenz wird durch das Blue Yonder Command Center erreicht, das eine mehrstufige Zusammenarbeit mit Lieferanten und Spediteuren ermöglicht. In den Sitzungen wurde hervorgehoben, wie die Etablierung standardisierter Arbeitsabläufe für die Lieferantenintegration und der Einsatz von maschinellem Lernen zur Vorhersage von Lieferverzögerungen die operative Reibungsverluste deutlich reduzieren und das Kundenserviceniveau verbessern können.
Nachhaltigkeit als zentraler Treiber für Exzellenz in der Lieferkette
Nachhaltigkeit hat sich rasant von einem strategischen Ziel zu einem zentralen Treiber operativer Exzellenz entwickelt. Heute machen die Aktivitäten entlang der Lieferkette – von der Beschaffung über den Transport bis hin zu den Anlagen – einen erheblichen Teil des Emissionsfußabdrucks eines Unternehmens aus und sind somit ein mächtiger Hebel für eine spürbare Wirkung. Dieser Wandel schafft neue Möglichkeiten für Organisationen, Nachhaltigkeit direkt in Planung und Umsetzung einzubetten und gleichzeitig die Leistung zu steigern.
Im Rahmen der Nachhaltigkeitssitzung hoben die Führungskräfte die positive Entwicklung von ersten Umweltschutzmaßnahmen hin zu ausgereifteren, erstklassigen Nachhaltigkeitsprogrammen hervor. Eine entscheidende Voraussetzung für diesen Erfolg ist die Fähigkeit, die gesamten CO2-Emissionen effektiv zu messen und zu steuern. Durch die verbesserte Datentransparenz können Hersteller emissionsintensive Bereiche innerhalb ihrer Netzwerke proaktiv identifizieren und intelligentere Beschaffungs- und Routenentscheidungen treffen. Das Ergebnis ist eine nachhaltigere Lieferkette, die nicht nur die Umweltbelastung reduziert, sondern auch Effizienz, Widerstandsfähigkeit und langfristigen Wert steigert.
Harmonisierung der Planungsprozesse nach der Fusion bei Novolex
Fusionen und Übernahmen bringen oft erhebliche Komplexität in die Lieferkettenplanung ein, insbesondere bei der Integration großer, geografisch weit verteilter Betriebe. Nach dem Zusammenschluss von Pactiv Evergreen und Novolex stand das fusionierte Unternehmen vor der gewaltigen Herausforderung, Prozesse, Systeme und Entscheidungsfindung an mehr als 100 Produktionsstandorten aufeinander abzustimmen. Dieses Ausmaß der Integration legte schnell die Grenzen traditioneller Lieferkettenansätze offen, denen es an der nötigen Agilität und Vernetzung mangelte, um einen einheitlicheren und reaktionsschnelleren Betrieb zu ermöglichen.
Als Reaktion darauf vollzog das Unternehmen einen strategischen Wandel hin zu datengestützten Prognosen und fortschrittlichen Bestandsoptimierungsfunktionen. Durch die Standardisierung und Harmonisierung der Planungsprozesse im gesamten Unternehmen konnten sie langjährige Silos aufbrechen und eine stärkere funktionsübergreifende Zusammenarbeit fördern. Teams, die einst unabhängig voneinander arbeiteten, sind nun durch eine gemeinsame Datengrundlage miteinander verbunden, was eine konsistentere und fundiertere Entscheidungsfindung ermöglicht. Diese Entwicklung hin zu einer plattformbasierten Strategie hat ihre Fähigkeit, Nachfrageschwankungen zu erkennen und darauf zu reagieren, deutlich verbessert und sowohl die Geschwindigkeit als auch die Präzision der Lieferkettenabwicklung gesteigert. Gleichzeitig positioniert sie das Unternehmen für kontinuierliches Wachstum und operative Exzellenz.
Nutzen Sie den Moment, um Ihre Lieferkette zu innovieren.
Die auf der Veranstaltung Chicago Industrial Connect geteilten Erkenntnisse machten eines deutlich: Die Zukunft der industriellen Lieferkette beruht auf Konnektivität, kognitiver Intelligenz und einheitlichen Daten. Hersteller und Händler können sich bei der Bewältigung globaler Störungen nicht länger auf veraltete Tabellenkalkulationen oder fragmentierte Systeme verlassen.
Optimieren Sie Ihre Betriebsabläufe mit Lösungen, die die Effizienz steigern und Abfall minimieren. Um mehr darüber zu erfahren, wie die Lösungen von Blue Yonder Ihrem Unternehmen zu mehr Resilienz und Reaktionsfähigkeit verhelfen können, besuchen Sie die Blue Yonder-Website und entdecken Sie die nächste Generation der Cognitive Solutions Supply Chain-Technologie.




